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Bundespräsident Steinmeier verlieh den Deutschen Zukunftspreis 2018

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 28. November in Berlin das Team Prof. Dr. rer. nat. Helga Rübsamen-Schaeff und Dr. rer. nat. Holger Zimmermann, AiCuris Anti-infective Cures GmbH, Wuppertal, mit ihren Arbeiten zu »Schutz bei fehlendem Immunsystem – die lebensrettende Innovation gegen gefährliche Viren« mit dem Deutschen Zukunftspreis 2018 ausgezeichnet, dem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

Bundespraesident
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Dr. rer. nat. Holger Zimmermann, Prof. Dr. rer. nat. Helga Rübsamen-Schaeff, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender

Die als Team 2 nominierten Preisträger haben das weltweit erste und einzige Medikament zur Vorbeugung gegen Infektionen mit einem weit verbreiteten Virus bei Knochenmarktransplantationen entwickelt. Das Arzneimittel basiert auf einem völlig neuartigen Wirkmechanismus. Es ist inzwischen in vielen Ländern zugelassen und könnte die medizinische Behandlung von Transplantationspatienten und anderen Menschen mit geschwächtem Immunsystem revolutionieren.

Ebenfalls für den Deutschen Zukunftspreis nominiert waren:

Die als Team 1 in die Endauswahl gelangten Dipl.-Ing. (FH) Thomas Bayer und Dr.-Ing. E. h. Manfred Wittenstein, Wittenstein SE, Igersheim, mit der Entwicklung »Eine radikal neue Getriebegattung – Produktivitätssprünge für den Maschinenbau«.

 

Als Team 3 starteten Prof. Dr. rer. nat. Peter Wasserscheid, Prof. i. R. Dr.-Ing. Wolfgang Arlt und Dr.-Ing. Daniel Teichmann, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Forschungszentrum Jülich, Hydrogenious Technologies GmbH, Erlangen, mit ihrem Projekt »Flüssige Wasserstoffspeicher – Wegbereiter einer künftigen Wasserstoffgesellschaft« in die Endausscheidung.

Team 1 und Team 3 wurden von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit einer Urkunde geehrt und durch die Jury in den »Kreis der Besten« aufgenommen..

Der Bundespräsident würdigt mit dem Deutschen Zukunftspreis herausragende Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Wesentlich für die Entscheidung der Jury sind der wissenschaftlich-technische Innovationsgrad sowie das Potenzial, diese Leistung in zukunftsfähige Arbeitsplätze umzusetzen. Der Preis ist mit 250.00 Euro dotiert.

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TRUMPF Seniorchef und Gesellschafter Berthold Leibinger verstorben

Der frühere Vorsitzende der Geschäftsführung und ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der TRUMPF GmbH + Co. KG wirkte sein Leben lang als Unternehmer und als Mäzen.

Am 17. Oktober 2018 teilte das in Ditzingen bei Stuttgart ansässige Unternehmen TRUMPF GmbH + Co. KG mit, dass Professor Berthold Leibinger am Vortag nach längerer Krankheit in seiner Heimatstadt Stuttgart verstorben ist. Er wäre am 26. November 88 Jahre alt geworden.

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»Space Robotics Technologies«

Roboter in maritimen Infrastrukturen

Marserkundung im Roboterschwarm

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Blockchain-Strategie mit  Zustimmung

Eine Blockchain  ist eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, genannt »Blöcke«, welche mittels kryptogra- phischer Verfahren miteinander verkettet sind. Jeder Block enthält dabei typischerweise einen kryptographisch sicheren Hash (Streuwert) des vorhergehenden Blocks, einen Zeitstempel und Transaktionsdaten. Der Begriff Blockchain wird allgemeiner für ein Konzept genutzt, mit dem ein Buchführungssystem dezentral geführt werden kann und dennoch ein Konsens über den richtigen Zustand der Buchführung erzielt wird, auch wenn viele Teilnehmer an der Buchführung beteiligt sind.  Worüber  Buch geführt wird, ist für den Begriff der Blockchain unerheblich. Entscheidend ist, dass spätere Transaktionen auf früheren Transaktionen aufbauen und diese als richtig bestätigen, indem sie die Kenntnis der früheren Transaktionen beweisen. Damit soll  es unmöglich gemacht werden, Existenz oder Inhalt der früheren Transaktionen zu manipulieren oder zu tilgen, ohne gleichzeitig alle späteren Transaktionen ebenfalls zu zerstören, die die früheren bestätigt haben. Dieses Technik, die aktuell für Kryptowährungen  genutzt wird, findet zurzeit sehr viel Zustimmung in der Politik und Wirtschaft. .

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Fliegendes Lasersystem soll Pilzbefall im Weinbau aufspüren

Einen kleinen, ferngesteuerten Hexacopter, der ein laserbasiertes Detektionssystem von der Größe eines Schuhkartons transportiert, nutzen Forscher des  Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), um den Pilzbefall im Weinbau frühzeitig aufzuspüren. Damit sollen Ernteausfälle verhindert und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verringert werden.

Der Hexacopter mitsamt Messeinrichtung schwebt in wenigen Metern Höhe über den Reben. Befasst mit diesem Projekt sind die Wissenschaftler des DLR-Instituts für Technische Physik in Lampoldshausen. Drohnen-basierte Systeme kommen in der Landwirtschaft bereits zum Einsatz: Zum Beispiel wenn es darum geht, Pflanzenschutzmittel gezielt auszubringen oder um festzustellen, wann der beste Zeitpunkt zum Düngen oder Bewässern ist. Im Weinbau verursacht speziell der Pilzbefall große Schäden. Die befallenen Trauben müssen bei der Lese aufwändig aussortiert werden Die Qualität der Ernte leidet ebenso wie der wirtschaftliche Ertrag. Weitere Informationen: DLR-Institut für Technische Physik, Atmosphärische Propagation und Wirkung,

 www.dlr.de.

Weinbau

Physik-Nobelpreis für Laser-Werkzeuge

 

Anfang Oktober 2018 teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften mit, dass der Nobelpreis für Physik in diesem Jahr an drei Forscher verliehen wird. Diese sind Arthur Ashkin, Gérard Mourou und Donna Strickland. Sie erhalten den Preis für die Entwicklung neuer optischer Werkzeuge. 

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr jeweils zur Hälfte an Arthur Ashkin (USA) sowie an Gérard Mourou (Frankreich) und Donna Strickland (Kanada) für bahnbrechende Erfindun- gen im Bereich der Laserphysik. Das gab die Königlich-Schwe- dische Akademie der Wissenschaften am Dienstag bekannt

Im vergangenen Jahr erhielten die amerikanischen Forscher Rainer Weiss, Barry Barish und Kip Thorne den Physik-Nobelpreis für ihre Arbeit zu Gravitationswellen. Der Nachweis der Wellen gilt als Jahrhundertentdeckung

Angriff auf Chemiewaffen-Hüter?

Wegen mutmaßlicher geplanter Spionage-und Hacker-Aktionen gegen die Anti-Chemiewaffen-Organisation OPCW haben die Niederlande vier Russen ausgewiesen. Die Nato macht Russland weitere Vorwürfe.

Der Westen wirft Russland im bisher schärfstem Ton vor, hinter vielen großen Hackerangriffen der vergangenen Jahre zu stecken. Dazu gehören auch die Cyberattacken auf den Deutschen Bundestag und das Datennetzwerk des Bundes. Agenten des russischen Militärgeheimdienst GRU seien zudem im April in den Niederlanden bei dem Versuch erwischt worden, sich ins Computernetz der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) zu hacken.

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Bitcoin - die verpasste Chance

© AP Die Vorderseite der Medaille zeigt das Gesicht des Stifters Alfred Nobel, seinen Namen und seine Lebensdaten.

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Die Digitalisierung der Gesellschaft

Wie Digitalisierung als Geschäftsmodell irreversibel in die Existenz des Einzelnen und der Menschheit eingreift

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Intelligentes Transportsystem fährt mit Höchstgeschwindigkeit

Weitere Meldungen in »News«

Unternehmen und Märkte

 

Strategie und Zukunft

Künstliche Intelligenz - keine Angst vor dem Kontrollverlust

Digitalisierung und Industrie 4.0

Robotik 4.0

Der Deutsche Zukunftspreis 2017

• Thema Mensch-Roboter-Kooperation

• Von der MRK-Funktionalität über mobile Roboter zur KI-basierten Agilität von Robotern.

• Humanoide Roboter im Blickpunkt  -  Wechselvolle Erwartungen an humanoide Roboter

 

Schwerpunktthema: IT-Secutity

• Cyber-Sicherheit auch im Mittelstand

• IT-Sicherheitsbedarf in der Elektroindustrie

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Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG

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Die Siemens AG gab die Ergebnisveröffentlichung des GJ 2018 bekannt: Die Jahresprognose wurde voll erfüllt.

• Der Auftragseingang legte um 8 % zu, und die Umsatzerlöse stiegen um 2 % (jeweils auf vergleichbarer Basis, ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte), die Mehrzahl der industriellen Geschäfte trug zum Wachstum bei.

• Auf nominaler Basis nahm der Auftragseingang um 6 % auf 91,3 Mrd. € zu, die Umsatzerlöse erhöhten sich leicht auf 83,0 Mrd. €; das Book-to-Bill-Verhältnis betrug 1,10.

• Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts war rückläufig bei 8,8 Mrd. €, Ergebniszunahmen in den meisten industriellen Geschäften glichen das sehr stark rückläufige Ergebnis bei Power and Gas nicht vollständig aus.

• Die Ergebnismarge des Industriellen Geschäfts (ohne Berücksichtigung von Aufwendungen für Personalrestrukturierung) liegt mit 11,3 % klar im Prognosebereich von 11 % bis 12 %; einschließlich entsprechender Aufwendungen von 0,8 Mrd. € erreichte die Ergebnismarge 10,4 %, die meisten industriellen Geschäfte lagen in oder über ihrem Zielband.

• Der Gewinn nach Steuern wurde leicht erhöht auf 6,1 Mrd. €; das unverwässerte Ergebnis beträgt je Aktie 7,12 €; ohne Aufwendungen für Personalrestrukturierung liegt das unverwässerte Ergebnis je Aktie mit 7,88 € deutlich im Prognosebereich von 7,70 € bis 8,00 €.

• Der Free Cash Flow ist mit 5,8 Mrd. € um 22 % angestiegen.

 Siemens schlägt vor, die Dividende um 0,10 € je Aktie auf 3,80 € je Aktie zu erhöhen

• Erfolgreicher Abschluss des Aktienrückkaufprogramms vom November 2015 mit einem Volumen von 3,0 Mrd. €; neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt, mit einem Volumen von bis zu 3,0 Mrd. € bis November 2021

"Wir haben wieder geliefert, was wir versprochen haben und unsere zum Halbjahr angehobene Jahresprognose voll erreicht. Das zeigt die Leistungsfähigkeit unseres globalen Teams, das sich sowohl in Wachstumsmärkten wie auch in schwierigem Umfeld überzeugend behauptet und ein weiteres starkes Jahresergebnis erzielt hat. Im Geschäftsjahr 2019 werden wir unseren Geschäften noch mehr unternehmerische Freiheit geben und die Voraussetzungen für die Umsetzung unserer Vision 2020+ schaffen". 

Schwere Daten-Angriffe auf Personen

 

Das gezielte Abgreifen und die kürzlich erfolgte Veröffentlichung von Personendaten sowie weiteren sensiblen Daten von betroffenen Politikern und Personen des öffentlichen Lebens beunruhigen die Öffentlichkeit.

Wird Cyber-Kriminalität zur Normalität? Die Frage drängt sich auf, denn auch zum Jahresbe- ginn 2019 bewegt ein äußerst folgenschwerer Vorgang die Öffentlichkeit: Am 4. Januar wurde nämlich bekannt, dass bei einem umfangreichen Datenhack persönliche und auch sehr sensible Daten von nahezu Tausend Personen des öffent- lichen Lebens, darunter die Bundeskanzlerin, andere Regierungsmitglieder und vor allem Bun- destagsabgeordnete sowie bekannte kunstschaf- fende Personen »abgezogen« und im sozialen Nachrichtendienst »Twitter« veröffentlicht wurden.

In einer Medienmitteilung des BSI heißt es zuletzt: »Die (widerrechtlich abgezogenen und)

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(C) dpa

veröffentlichten Informationen sind überwiegend privater und persönlicher Natur. In Einzelfällen wurden aber auch Kommunikationsinhalte mit vermeintlich internen Dokumenten von Parteien veröffentlicht.

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Die »SPS-Messe« mit neuer smarter Zukunft

 

Was sich im Sprachgebrauch der Automatisierungsbranche längst eingebürgert hat, soll nun auch offizielle Berücksichtigung erhalten: Aus der bisherigen Fachmesse SPS IPC Drives wird ab dem Jahr 2019 die SPS.

 

Zum 30. Jubiläum im Jahr 2019 wird die bisherige Automatisierungsfachmesse »SPS IPC Drive« durch eine Namensänderung zur »SPS«. Während in den Anfangsjahren das Akronym SPS für die Automatisierung mittel Speicherprogrammierbaren Steuerungen verwendet wurde, wird die neue offizielle Bezeichnung »SPS« für Smart Production Solutions stehen. Die bisherigen Ergänzungen IPC und Drives entfallen künftig.

Was jedoch bleibt ist die inhaltliche Ausrichtung der Messe. Sie thematisiert weiterhin die Automatisierung der Produktionswelten, in denen selbstverständlich die Steuerungstechnik, die Antriebstechnik sowie die ergänzenden Techniken industrielle Kommunikation und Software mit sämtlichen zugehörigen Dienst- und Serviceleistungen im Mittelpunkt stehen. Allerdings werden die Steuerungsgeräte heutzutage nicht mehr als Speicherprogrammierbare Steuerungen oder Industrielle Personal Computer bezeichnet, sondern allgemein verbindlicher als Controller. Un für diese Controller gibt es glücklicherweise kein Akronym.

Als weiteren Grund für die Umbenennung verweist der Veranstalter Mesago Messe Frankfurt darauf, dass zusehends Funktionen aus der IT-Welt  – Cloud- und Big-Data-Technologien, Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Digitaler Zwilling - die Automatisierungstechnik anreichern und mit der neuen inhaltliche Deutung mehr Repräsentanz erhalten. Des Weiteren werde mit  SPS als Abkürzung für Smart Production Solutions einerseits die sehr starke Marke SPS erhalten und international nutzbar gemacht, andererseits werde auch die  Darstellung ganzheitlicher »Industrie 4.0-Ansätze« widergespiegelt.

KONTAKT  Mesago MesseFrabnkfurtGmbH   www.sps-messe.de     www.messefrankfurt.com

Bionische Ansätze für Autonomie in der Schwarm-Robotik

 

Können künstliche Bionic-Ameisen als autonome Miniroboter die Arbeitstechniken von echten Ameisenschwärmen übernehmen? Welche Fähigkeiten können künstliche Ameisen realisieren, und was ist über die Fähigkeiten natürlicher Ameisen bekannt?

Das Unternehmen Festo stellte im Jahr 2015 künstliche Ameisen in den Mittelpunkt eines Bionic-Projekts. Diese bionischen künstlichen Ameisen bestehen aus lasergesinterten Bauteilen, die anschließend im 3D-MID-Verfahren mit sichtbaren Leiterstrukturen veredelt wurden. Die Ingenieure von Festo haben »festgelegt«: Der Technologieträger BionicANTs hat sich das kooperative Verhalten von Ameisen zum Vorbild genommen. Aber stimmt diese Behauptung überhaupt? Die jüngsten Berichte aus der wissenschaftlichen Ameisenforschung zeigen nämlich deutliche Unterschiede auf. Ingenieure von Festo bleiben jedoch dabei, dass sie das Verhalten der natürlichen Tiere mittels komplexer Regelalgorithmen in die Welt der Technik übertragen haben.

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KI: Die Industrieverbände VDE|DKE und IEEE wollen Ethik in der Technik implementieren

 

Mit dem Technologieverband VDE und der weltweit größte Berufsverband für Elektroingenieure IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) haben die acht großen internationalen Standardisierungsorganisationen die Open Community for Ethics in Autonomous and Intelligent Systems (OCEANIS) in Wien gegründet, um das Thema Ethik in der Normung von autonomen und intelligenten Systemen zu verankern. Der VDE will dabei den Nutzen der Künstlichen Intelligenz (KI) für den Menschen in den Mittelpunkt stellen und helfen, Ängste abzubauen.

Nach Einschätzung von VDE|DKE geht die Entwicklung von KI in autonomen Systemen mit großen Schritten voran. Genau deswegen müssen ethische Aspekte in der Normung von autonomen und intelligenten Systemen transparent verankert werden, wird VDE|DKE-Geschäftsführer Michael Teigeler in einer Presseinformation zitiert.

Der Technologieverband VDE hat sich das Ziel gesetzt, den Nutzen von KI für den Menschen in den Vordergrund zu stellen. Diesbezüglich wird KI als große Chance bezeichnet und die KI-Initiative der Bundesregierung begrüßt.

Technologie- und Innovationsunterstützung

Im Rahmen von OCEANIS wollen die Standardisierungsorganisationen weltweit eng zusammenarbeiten, um technische Lösungen zu entwickeln, die sich lokal und auch global anwenden lassen, dadurch Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Orientierung bieten. Der VDE beabsichtigt, hierzu das Know-how des Verbands in der Technologie- und Innovationsunterstützung mit einbringen. »Der Gründungsgedanke des VDE gilt heute mehr denn je: Mit Normung und Standardisierung, mit wissenschaftlicher Expertise und einem breiten gesellschaftlichen Dialog die Gesellschaft nicht nur über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz aufzuklären, sondern sie bei der Überwindung von Ängsten zu unterstützen«, kommentierte VDE-CEO Hinz das Engagement bei OCEANIS.

Hand in Hand mit Philosophen und Theologen aus der ganzen Welt

Das Verhalten einer KI speist sich aus Algorithmen, welche die Programmierer per Code festlegen, und aus Trainingsdaten, mit denen die KI lernt, welche Interpretation von Daten erwünscht ist. Die Normungsexperten setzen bei beiden an: Zusammen mit Experten aus der Philosophie, Theologie, Psychologie, und Soziologie wollen sie einen Katalog an Anforderungen erarbeiten, die einer ethischen künstlichen Intelligenz »beizubringen« sind. Hierzu erläutert Michael Teigeler: »Letztlich führt kein Weg daran vorbei, dass sich die internationale elektrotechnische Community Gedanken über das „richtige“ und „falsche“ Verhalten macht, auf das eine KI trainiert werden soll. Dadurch werden die Akteure der Community gezwungen, Entscheidungen zu diskutieren, um die man sich als Ingenieure bisher „drücken“ konnte. Diese Zeiten sind vorbei. Wir müssen raus aus unserer technischen Komfortzone und in den Dialog mit Experten anderer Disziplinen, wie den Geistes- und Sozialwissenschaften, treten und gemeinsam ethische Leitlinien für KI entwickeln, die weltweit in der Elektro- und Informationstechnik akzeptiert werden und dann auch Gültigkeit haben. « Demzufolge sei OCEANIS eine Initiative, in der elektrotechnische Standardisierungsorganisationen gemeinsam mit anderen Organisationen Hand in Hand zusammenarbeiten. Die abgestimmten Leitlinien werden dann über die jeweiligen Standardisierungsorgane direkt in die internationale elektrotechnische Normung fließen. »Wir alle tragen Verantwortung dafür, wie KI eingesetzt wird. Und es gilt immer noch, wer die Norm macht, hat den Markt«, resümiert Teigeler.

 

Die OCEANIS-Gemeinschaft ist für alle interessierten Organisationen offen und gemeinnützig. Weitere Informationen zu OCEANIS unter http://www.ethicsstandards.org.

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Roboter-Auto erreicht mit Stelzen schwer zugängliche Orte

(C) Hyundai

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